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Ultraleicht Trekking: So gelingt die Vorbereitung

Wer schon einmal eine (Fern-)Wanderung unternommen hat, musste sich zwangsläufig bei der Planung oder unterwegs Gedanken über das Gewicht auf dem Rücken machen. Beim Trekking kommen schnell etliche Kilos zusammen. Ultraleichtes Trekking vermeidet unnötiges Gewicht und schont den Rücken.

Wie funktioniert Ultaleicht Trekking?

Um Gewicht einzusparen, bieten sich sowohl die radikale Priorisierung von Ausrüstung als auch die Investition in ultraleichtes Gepäck an. Meist führt eine geschickte Kombination aus beiden Prinzipien zu einem sehr geringen Basisgewicht.

Mit diesen Tipps zum idealen Rucksackgewicht:

Auf welche Details beim ultraleichten Trekking und beim Ultraleichtwandern geachtet werden sollte, lesen Sie hier. Egal ob Trekking-Anfänger oder Experte: Es geht immer noch ein paar Gramm leichter!

Ultraleichtes Trekking in Zahlen, Daten, Fakten

  • Mit ultraleichter Ausrüstung kann ein Basisgewicht von nur 5 kg oder weniger geschaffen werden.
  • Der längste Weitwanderweg der Welt ist der Trans Canada Trail, der 18.078 km misst. Aber auch wer weniger Kilometer zurücklegt, freut sich über möglichst leichtes Gepäck.

Was ist Ultraleicht-Trekking?

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In welche Gewichtskategorie Trekking fällt, wird durch das Basisgewicht angegeben. Unter Basisgewicht wird die Masse der gesamten Ausrüstung ohne Verbrauchsgüter wie Wasser, Proviant und Brennstoff verstanden.

Per Definition lässt sich Trekking in drei Gewichtsklassen einordnen:

  • Ultraleicht-Trekking: Unter 5 kg (oder 10 Pounds (= 4,5 kg) im amerikanischen Bereich) Basisgewicht gilt als Ultraleicht-Trekking.
  • Leicht-Trekking: Wer weniger als 10 kg trägt, gilt als leichter Trekker.
  • Trekking: Alles darüber ist herkömmliches Trekking.

Welche Gründe sprechen für das Ultraleicht-Trekking?

  • Ein geringeres Rucksackgewicht bedeutet eine geringere Belastung des Körpers und ist damit gesünder.
  • Wer weniger tragen muss, ist im Zweifel schneller unterwegs und erreicht schneller Nachfüll- und Proviantstationen, wodurch wiederum Gewicht eingespart werden kann.
  • Weniger Last bedeutet auch eine höhere Sicherheit beim Wandern, da Schritte nicht so schwerfällig und unsicher sind.
  • Mit weniger Gewicht machen anstrengende Passagen und Höhenmeter deutlich mehr Spaß.

Zu bedenken ist auch, dass das Rucksackwandern unvermeidlich mit Minimalismus einhergeht und das Gepäck automatisch sehr begrenzt ist. Ein Trekker muss sich so oder so einschränken, warum also nicht mit etwas Köpfchen weiter überlegen, was sich einsparen lässt?

Gewicht reduzieren: So klappt es!

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Wer mit 7 kg Basisgewicht glücklich ist, hat vielleicht den für sich idealen Weg gefunden zu trekken. Am Ende soll ultraleicht Trekking und der Austausch darüber Spaß machen.

Gewicht lässt sich auf zwei Arten sparen: Priorisierung und Investition in ultraleichte Outdoor-Ausrüstung. Wie genau das geht, erfahren Sie hier.

Disclaimer: Ultraleicht Trekking ist ein Prozess und kann nicht über Nacht erreicht werden. Wie leicht die Ausrüstung am Ende werden kann, ist ganz von den eigenen Möglichkeiten und individuellen Präferenzen abhängig.

1. Priorisierung

Für Einsteiger ist der erste und einfachste Ansatz die Priorisierung von Gepäck. Simpel ausgedrückt heißt das: alles Zuhause lassen, was nicht zwingend benötigt wird. Jeder einzelne Gegenstand sollte hinterfragt werden, vor allem aber Ausrüstung, die nichts mit “Essen, Schlafen, Laufen” zu tun hat.

Eine gute Herangehensweise kann sein, von der Grundausstattung auszugehen, die auf jeden Fall zum Überleben benötigt wird. Alles Weitere auf der Packliste ist “Luxus” und muss genau abgewogen werden.

Je nach Tour sind bestimmte Gegenstände nicht notwendig bzw. können einfach gegen leichtere Varianten ausgetauscht werden:

  • Schwere Stiefel können durch leichte Trekkingschuhe ersetzt werden.
  • Statt einem Stuhl kann eine Sitzmatte oder die Isomatte benutzt werden.
  • Bei einfachen Wegen sind Stöcke möglicherweise nicht nötig.

Auf sogenannte “Wenn-Dann-Gegenstände” kann in 99 % der Fälle verzichtet werden. Wer als Begründung für bestimmte Ausstattung ausholen muss und eine außergewöhnliche Situation schildert, in der es eventuell praktisch sein könnte, etwas dabei zu haben, wird diesen Gegenstand wahrscheinlich nicht brauchen.

BeyondCampings Tipp: Eine gute Faustregel kann auch die “Zwei-Nutzen-Regel” sein. Danach muss jeder Gegenstand im Rucksack mindestens zwei Nutzen haben. Natürlich ist diese Regel etwas überspitzt und mit einem Zwinkern zu versehen.

Eine Zahnbürste beispielsweise darf gerne nur eine Funktion haben. Aber eine Isomatte ist beispielsweise Schlaf- und Sitzunterlage in Pausen gleichzeitig. Spezielle ökologische Seife ist Spülmittel und Shampoo in einem, und so weiter.

2. Ultraleichte Ausrüstung: Die großen 3

Unter den großen 3 wird Rucksack, Zelt oder Tarp und Schlafsystem, also Schlafsack und Isomatte, verstanden. Diese Dinge sind unabdingbar fürs Trekking und nehmen den Großteil des Basisgewichts ein. Wer hier also clever investiert, kann sehr viel Gewicht einsparen.

Eine beliebte Faustregel ist die 3 für 3 Regel:

Nach dieser Regel wird versucht, die großen 3 unter 3 kg Gesamtgewicht zu bringen. Erst dann wird weitere Ausrüstung optimiert. Das klischeehafte Absägen der Zahnbürste ist wenig ausschlaggebend, wenn allein das Zelt 3 kg wiegt.

1 Rucksack

Bei Rucksäcken kann zwischen Modellen mit und ohne Tragesystem unterschieden werden:

  • Produkte ohne Tragegestell sollten nur bei minimaler Last zum Einsatz kommen, also wenn wenig Proviant und Wasser getragen wird und der Rest der Ausrüstung auch leicht ist.
  • Rucksäcke mit Tragegestell können ebenfalls unter einem Kilogramm wiegen.

Die richtige Technik beim Packen des Rucksacks trägt ebenfalls zum komfortablen Tragen des Gepäcks bei.

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Lese-Tipp: Eine Auswahl der beliebtesten Ultraleicht-Rucksäcke finden Sie hier: Die besten Ultraleicht-Rucksäcke 2022?

2 Zelt oder Tarp

Beim Zelt kommt die richtige Wahl auf die Region und das Klima dort an. In warmen Gegenden ohne viel Niederschlag reicht oft ein Tarp als Unterschlupf aus. An kälteren und nassen Orten wird oft ein Zelt bevorzugt.

Einige Modelle sind in verschiedenen Bedingungen unterschiedlich einsetzbar. So können beispielsweise Zelte ohne Innenzelt als Tarp benutzt werden. Die besten ultraleichten Zelte 2022 finden Sie hier.

Andere Trekker setzen auf ultraleichte Hängematten zum Schlafen. Vor dem Trip sollten allerdings die Bedingungen vor Ort gecheckt werden. Auch ob in der Hängematte bequem geschlafen werden kann, sollte zuvor getestet werden.

3 Schlafsystem: Schlafsack & Isomatte

Auch der Schlafsack und die Isomatte sind vom Klima in der Region abhängig, in der gewandert wird. Bei niedrigeren Temperaturen und im Winter wird selbstverständlich ein wärmerer Schlafsack mit mehr Füllgewicht und eine Isomatte mit höherem R-Wert benötigt.

Hersteller geben bei beiden Produkten ihre entsprechende Wärmeleistung an. Wer sich für die leichtesten Modelle entscheiden will, findet hier die besten Ultraleichtschlafsäcke und ultraleichten Isomatten der Saison.

3. Ultraleichte Trekkingküche: So kann Gewicht gespart werden

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Auch beim Kochen kann gewaltig an Gewicht gespart werden. Zunächst muss der Kocher überprüft werden. Sie sollten sich folgende Fragen stellen:

  • Wird wirklich ein komplettes Kochset benötigt?
  • Reicht vielleicht einer statt zwei Töpfen aus?
  • Ist ein Aufsteckkocher ausreichend?
  • Kann der Topf durch einen kleineren oder leichteren ersetzt werden?

Kochsystem

Welches Trekking-Kochsystem benötigt wird, hängt selbstverständlich von der geplanten Nahrung ab. Wer auf frische Lebensmittel verzichtet, braucht nicht nur einen kleineren Kochtopf, sondern schleppt nicht so schwer. Denn das enthaltene Wasser in der Nahrung trägt einen Großteil zum Gewicht bei.

Trockennahrung bzw. Trekkingnahrung muss dagegen lediglich mit heißem Wasser aufgegossen werden und ein Topf mit etwa 400-500 ml und ein einfacher Aufsteckkocher reichen aus.

Bei einem Trekkingtopf ist die beste Wahl leichtes Aluminium oder leichtes und beständigeres Titan.

Tipp: Wer für mehrere Tage Proviant mit sich führt, isst die schwersten Lebensmittel zuerst, damit das Rucksackgewicht schnell abnimmt. Trekkingnahrung ist wesentlich leichter und hält sich länger als frische Lebensmittel.

Brennstoff

Neben Gasmodellen, gibt es Spiritus-, Benzin- und Multifunktionskocher. Hier sollte je nach Verfügbarkeit des Brennstoffs und persönlicher Präferenz entschieden werden. In jedem Fall darf ein Feuerzeug nicht vergessen werden.

Gas ist für viele eine elegante, nicht-stinkende Lösung in der Trekkingküche. Ob in der jeweiligen Region Gaskartuschen erworben werden können, ist vorher zu prüfen. Auch ob der Aufsatz des Kochers passt, denn es wird zwischen Steck- und Drehaufsätzen unterschiedenn.

Achtung: Gaskartuschen können nicht im Flugzeug transportiert werden. Auch bei bestimmten Zugverbindungen, wie der von Brüssel nach London, darf kein Gas mitgeführt werden. Das Gas muss demnach je nach Anreiseart vor Ort gekauft werden.

Geschirr & Besteck

Bei Trekking Geschirr und Besteck können oft einige Gramm eingespart werden. Wer ultraleicht unterwegs ist, braucht eigentlich nur einen Löffel, mit dem direkt aus dem Topf oder der Nahrungstüte gegessen wird.

Ein beliebtes Gepäckstück ist der sogenannte Göffel, eine Mischung aus Gabel und Löffel. Darüber hinaus kann ein kleiner Topf auch gleichzeitig als Tasse benutzt werden.

Trekking ohne Kocher

Noch extremer ist der gänzliche Verzicht aufs Kochen in der Natur. Hier wird Nahrung in Form von Nüssen, Müsliriegeln und durch “Cold Soaking” zu sich genommen. Statt heißem Wasser wird kaltes zu getrockneten Speisen gegeben, wodurch sich die Quellzeit etwas verlängert.

Beliebte “Cold Soaking” Gerichte sind Couscous, Ramen Nudeln, Tütennudeln oder Kartoffelpürree. Der Trekker bereitet diese dann vor der Reise entsprechend vor und lässt sie unterwegs 30 – 40 Minuten quellen.

Dass diese Methode nicht für Jedermann ist, versteht sich von selbst. Vor allem in winterlichen Temperaturen sind heiße Mahlzeiten wichtig für den Körper. Dennoch kann ohne Kochen, vor allem auf kürzeren Trips, Gewicht eingespart werden.

4. Nahrung und Wasser: Worauf achten?

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Abseits des Basisgewichts eines jeden Rucksacks sind Nahrung und Wasser ein ausschlaggebender Gewichtstreiber. Vorweg sei gesagt: an beiden Faktoren sollte in keinem Fall gespart werden! Lieber etwas mehr Wasser und Essen als zu wenig!

Dennoch kann eine gute Planung einer Trekkingreise einige Strapazen ersparen. Einerseits sollten die Bedingungen vor Ort genau studiert werden und andererseits muss der benötigte Proviant gut kalkuliert werden.

Bedingungen vor Ort beachten:

Die Route sollte genau nach Einkaufsmöglichkeiten eingeteilt werden. Wie viele Kilometer und Höhenmeter liegen zwischen diesen Punkten, für wie viele Tage muss Proviant mitgenommen werden, bevor er wieder aufgefüllt werden muss.

Was Wasser angeht, sollte zuerst gecheckt werden, wo am besten aufgefüllt werden kann und ob es sicher ist, Wasser aus Bächen zu trinken. Ein tragbares Filtersystem ist dabei immer eine gute Idee.

Achtung: Je nach Jahreszeit kann sich die Beschaffenheit der Trinkwasserquellen verändern. Auch wenn Reiseführer und Luftbilder Trinkwasser suggerieren, sollte vorsichtshalber vor Ort nachgefragt werden, also etwa beim lokalen Wanderverein oder bei einer nahegelegenen Stadt.

Kalkulation von Proviant?

Beim Trekking werden außergewöhnlich viele Kalorien verbrannt, denn es handelt sich um eine Ausdauersportart, die über Stunden jeden Tag ausgeübt wird. Es ist also nicht zu unterschätzen, wie viel ein Trekker am Tag essen muss.

Eine korrekte Kalkulation von Proviant ist also nur auf der Basis von viel Erfahrung möglich. Bis dahin sollte die Menge an Nahrung sehr großzügig eingeschätzt werden und immer eine kleine Extraportion in Form von Müsliriegeln und Nüssen mit dabei sein.

5. Bekleidung: Was anziehen?

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Ein weiterer großer Bestandteil des ultraleicht Trekkings ist die passende Bekleidung. Auch hier ist der Verzicht ausschlaggebend. Unterwegs kann sowieso nur eine Garnitur getragen werden, die früher oder später auch entsprechend riechen wird.

Folgende 3 Tipps haben sich wiederholt bewährt gemacht:

  1. Zwiebelprinzip: Das Zwiebelprinzip ist wohl eines der wichtigsten beim Trekking. Die wenige Kleidung, die mit sich geführt wird, sollte möglichst kompatibel miteinander sein. So wärmt sie, wenn sie geschichtet wird, ist aber auch nicht zu warm für heiße Tage.
  2. Merino-Wäsche statt Wechselkleidung: Merino-Stücke eignen sich besonders gut zum Trekking, denn auch wenn viel geschwitzt wird, sind sie geruchsneutral und können über die gesamte Trekkingzeitspanne getragen werden.

    Somit wird beispielsweise nur ein Shirt gebraucht, wenn bei synthetischen Alternativen mehrere Shirts eingepackt werden würden. Bei der Wahl der Kleidung sollte möglichst darauf geachtet werden, woher die Wolle stammt und dass sie ohne Mulesing produziert wird.

  3. Regenausrüstung: Bei Regenkleidung sollte ebenfalls auf leichte Modelle geachtet werden. Regenhosen sind in der Trekking-Community umstritten, da sie zwar Schutz bieten, aber umständlich anzuziehen sind und sehr warm werden.

    Oft trocknen Wanderhosen auch vergleichsweise schnell, sodass nicht unbedingt eine Regenhose Teil des Repertoires sein muss. Profis des ultraleichten Trekkings setzen auf Regen-Ponchos, die über die gesamte Ausrüstung gezogen werden.

    Einmal-Ponchos können durchaus mehrmals verwendet werden, wenn sorgsam mit ihnen umgegangen wird. Sie sind besonders leicht und platzsparend im Rucksack.

Viele Trekker finden sich früher oder später damit ab und tragen nur ein Paar Wechselsocken bzw. Unterwäsche zusätzlich. Wer etwas mehr Komfort wünscht, kann auch eine komplette Ersatzbekleidung mitnehmen, keinesfalls aber mehr als das.

6. Ultraleichte Hygieneartikel: Frisch unterwegs?

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Bei Hygiene- und Pflegeprodukten gilt wie bei allem anderen auch: Was nicht benötigt wird, bleibt Zuhause. Zu empfehlen sind: Zahnbürste, Zahnpasta, Deodorant, Shampoo, Sonnencreme, Wundsalbe und Desinfektionsspray.

Oft können in Drogeriemärkten kleine Probiergrößen gekauft werden. Diese reichen für die meisten Trips aus. Alle anderen Artikel können in kleinere Plastikdosen umgefüllt werden. Wer will, kann natürlich gerne die Zahnbürste absägen – oder zu einer Reisezahnbürste greifen.

Viele Trekker setzen auf Seifen, die sowohl zum Spülen als auch zur Körperpflege eingesetzt werden können. Zudem sind sie biologisch und schaden somit nicht der Natur.

Empfehlung: Lassen Sie auch den sperrigen Kulturbeutel Zuhause und verstauen alle Hygieneprodukte in einem einfachen Zip-Beutel. Diese sind transparent, leicht und recht langlebig.

Checkliste für Ultraleicht-Trekking-Einsteiger

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Um es für Einsteiger einfach zu machen, haben wir eine Checkliste erstellt, die nach eigenen Möglichkeiten abgearbeitet werden kann:

  • Packliste schreiben (Hier gibt es eine Vorlage)
  • Ausrüstung wiegen und Gewichtstreiber identifizieren
  • Priorisierung vornehmen
  • Packliste nach jeder Tour überarbeiten: was wurde wirklich gebraucht?
  • Auf multifunktionale Ausrüstung setzen
  • In die großen 3 investieren: Zelt, Schlafsystem und Rucksack möglichst leicht kaufen
  • Die Trekkingküche optimieren: Womit und welches Essen soll gekocht werden?
  • Bekleidung optimieren: Schichten und in Merino investieren
  • Hygieneartikel aussortieren
  • Nach und nach übrige Gewichtstreiber durch leichtere Alternativen ersetzen

An alle Einsteiger:

Ultraleicht Trekking ist ein Prozess, bisher ist noch kein Ultraleicht-Wanderer vom Himmel gefallen. Nach und nach kann in die richtige Ausrüstung investiert werden.

Außerdem wird jeder Trekker mit mehr Erfahrung sicherer und “traut sich”, auf immer mehr Ausrüstung zu verzichten. Oft geht es auch um das Probieren. Manchmal wird eine Sache weggelassen, manchmal eine andere.

Im Endeffekt sollten Sie sich mit jeder Entscheidung wohlfühlen und sich langsam an das Thema “Ultraleicht Trekking” herantasten. Für viele ist die ständige Optimierung ihrer Ausrüstung mittlerweile zu einem Hobby geworden und macht Spaß.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist Ultraleicht-Trekking?

Ultraleicht Trekking bezeichnet Trekking mit sehr leichter Ausrüstung. Das Basisgewicht, also die gesamte Ausrüstung ohne Verbrauchsgüter wie Wasser, Proviant und Brennstoff, darf laut Definition nur weniger als 5 kg wiegen.

Was benötigt man zum Ultraleicht-Trekking?

Zum ultraleicht Trekking werden sehr wenige Dinge benötigt. Sogar ganz im Gegenteil: Es wird versucht, auf möglichst viele Dinge zu verzichten. Das heißt, die Trekking Ausrüstung wird so weit wie möglich minimiert.

Die Ausrüstung, die benötigt wird, soll so leicht wie möglich sein. Bei essenziellem Gepäck wie Zelt, Schlafsystem und Rucksack wird auf ultraleichte Materialien und clevere Designs gesetzt. Daneben ist ein leichtes Kochsystem und durchdachte Bekleidung wichtig, um das Basisgewicht so niedrig wie möglich zu halten.

Für wen ist Ultraleicht-Trekking gut?

Ultraleicht Trekking eignet sich grundsätzlich für Jedermann. Es schont die Gelenke und erleichtert das Wandern, sodass auch das Herz-Kreislauf-System nicht so angestrengt wird. Außerdem bedeutet weniger Gepäck eine höhere Trittsicherheit.

Aber ultraleichtem Trekking kann auch nur aus Spaß an der Sache nachgegangen werden. Für viele ist das Ausklügeln von Gepäck zum Hobby geworden.

Ist Ultraleicht-Trekking teuer?

Ultraleicht Trekking muss nicht unbedingt teuer sein. Für Einsteiger ist vor allem das Weglassen von Gepäck ausschlaggebend, was erst einmal gar nichts kostet. Wer allerdings will, kann viel Geld für die leichteste Ausrüstung ausgeben, denn dort werden sehr hochwertige Materialien verarbeitet.

Geht ultraleicht Ausrüstung schnell kaputt?

Nein, ultraleichte Ausrüstung ist zwar aus leichten, aber trotzdem robusten Materialien gefertigt. Hersteller versuchen Outdoor-Ausrüstung so abriebfest wie möglich zu gestalten.

Wie mit ultraleichtem Trekking beginnen?

Einsteiger sollten zuerst viel Wert auf die Priorisierung von Gepäck legen. Bei jedem einzelnen Gegenstand ist sich die Frage zu stellen, ob er wirklich benötigt wird. Danach sollten “die großen 3”, also Rucksack, Schlafsystem und Zelt, so leicht wie möglich werden.

Wie kam es zum Ultraleicht-Trekking?

Ihren Ursprung hat die “Ultralight”-Bewegung in Nordamerika, dessen berühmten Weitwanderwege, wie der Appalachian Trail (AT), der Pacific Crest Trail (PCT) und der Continental Divide Trail (CDT), immer mehr Zuspruch fanden.

Diese Wege sind zwischen 3500 km und 5000 km lang und führen durch verschiedenste Höhen- und Klimazonen. Sie komplett zu durchwandern, dauert mehrere Monate, in denen gerne über 40 km am Tag zurückgelegt werden.

Wieso also nicht versuchen, das Gepäck so weit es geht zu minimieren und nur auf die leichtesten und kleinsten Materialien zu setzen? So wandert es sich auch mehrere Monate und tausende Kilometer sehr angenehm.

Verwendete Quellen und weitere Tipps zu ultraleichtem Trekking

Noch mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:

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Kathrin

Kathrin liebt das Wandern und Trekking. Immer wenn es möglich ist, flüchtet sie in die Natur - besonders gerne nach Skandinavien, vor allem nach Norwegen. Sie liebt es, Fotos von den beeindruckenden Landschaften zu machen, die sie entdeckt.

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